• Benediktinerinnenkloster-St-JohannBenediktinerinnenkloster-St-Johann

Photo © Wladyslaw, under CC-BY-SA 3.0, file: Benediktinerkloster St. Johann im Val Müstair, Schweiz.

Attraktion Kategorie: Weltkulturerbe

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  • Das Benediktinerinnenkloster St. Johann (rätoroman. Claustra Son Jon) in Müstair im Münstertal (Val Müstair) im Schweizer Kanton Graubünden ist ein sehr gut erhaltenes mittelalterliches Kloster der Karolingerzeit. Das Kloster wurde von der UNESCO 1983 in die Liste Weltkulturerbe aufgenommen.

    Die Klosterkirche ist Johannes dem Täufer geweiht; die Heiligkreuzkapelle (möglicherweise die Privatkapelle des Abtes) dient hingegen der Verehrung des Heiligen Kreuzes. Eine weitere Kapelle trägt das Doppelpatrozinium von St. Ulrich und St. Nikolaus.

    Am Eingang des Friedhofs steht die Heiligkreuzkapelle, welche durch ihre rundbogenförmigen Blendnischen auffällt.

    Die Kleeblattform des Chorbereichs ist im 8. Jahrhundert entstanden; dies belegt die dendrochronologische Jahresdatierung der noch tragenden Bodenbalken im Obergeschoss. Diese ist damit die älteste Holzbalkendecke Europas. Das Untergeschoss diente vom 16. Jahrhundert an als Beinhaus, das Obergeschoss wahrscheinlich als Totenkapelle.

    Zentrum der Anlage ist die in ihren Ursprüngen aus der karolingischen Zeit stammende Klosterkirche. Sie wurde ab 775 zunächst als einfache Saalkirche mit drei Apsiden und flacher Holzdecke errichtet. Die Wände wurden mit prächtigen Freskenzyklen verziert. Das Presbyterium war um drei Stufen erhöht und mit einer Schranke von der Gemeinde getrennt, die wohl aus Laaser Marmor gefertigt war. Der gesamte Raum wurde nur durch die drei Apsisfenster, drei Fenster im Westen und zwei hoch gelegene Fenster im Kirchenschiff beleuchtet. An das Hauptschiff schloss sich auf der Nord- und auf der Südseite je ein niedrigeres Nebenschiff an, die eine eigene Apsis hatten und vom restlichen Kirchenraum separiert waren. Durch diese bekam die gesamte Kirchenanlage einen quadratischen Grundriss und wurde zur Fünfapsidenkirche. An der Ostfassade der Kirche ist eine Baunaht zu sehen, welche die ursprüngliche Höhe des karolingischen Dachstuhls markiert, über dem später der heutige gotische errichtet wurde. Irgendwann wurden die karolingischen Fresken in Inneren übertüncht und gerieten in Vergessenheit. Daher baute man 1492 das gotische Netzgewölbe ungefähr einen Meter niedriger als die ursprüngliche Holzdecke ein, sodass heute ein Teil der Fresken unter dem Mauerwerk der Gewölbe verborgen ist. Der Einbau der Gewölbe zog auch den Einbau der Säulen mit sich, welche die Saalkirche zu einer dreischiffigen Hallenkirche wandelten. Der Fresken wurden 1947 wiederentdeckt und bis 1951 freigelegt… mehr auf Wikipedia.

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