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Photo © Raimond Spekking, under CC-BY-SA 4.0, file: Museum Kunstpalast, Ehrenhof, Haupteingang Westflügel, Düsseldorf.

Sehenswürdigkeit Category: Wahrzeichen

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Als Ehrenhof (Düsseldorf) wird in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf ein expressionistisches Gebäude- und Gartenensemble aus den 1920er Jahren bezeichnet. Es umschließt als Museum einen Innenhof und erstreckt sich axial über ein Gartenparterre bis zur Tonhalle Düsseldorf, einer mit einer Kuppel gedeckten Konzert- und Mehrzweckhalle. Die Anlage wurde für die Ausstellung GeSoLei, der „Großen Ausstellung für Gesundheitspflege, Soziale Fürsorge und Leibesübungen“, nach Plänen von Wilhelm Kreis, der auch die Gesamtplanung leitete, in den Jahren 1925 bis 1926 errichtet. Mit rund 7,5 Millionen Besuchern und etwa 400.000 m² war sie die größte Messe der Weimarer Republik. Es folgten viele weitere Veranstaltungen, etwa die Große Kunstausstellung Düsseldorf. Die gärtnerische Gestaltung des Ehrenhofs geht auf Entwürfe des Gartenarchitekten Walter von Engelhardt zurück, der die Achsensymmetrie der Architektur durch einen formalen Garten mit geometrisch angelegten Beeten mit Buchsbaumeinfassungen sowie Reihen beschnittener Bäume unterstrich. Der Name der Anlage bezieht sich auf den Ehrenhof genannten, von Gebäudeflügeln dreiseitig umschlossenen Empfangshof symmetrischer Schlossanlagen, dem das Gebäude- und Gartenensemble nachgebildet ist.

Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs (1939-1945) befand sich im Haus Ehrenhof 5 ein Zivilarbeitslager für westeuropäische Arbeiter.

In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg diente der Gebäudeteil Kunstpalast unter anderem als Rahmen der von der Igedo organisierten „Verkaufs- und Modewoche Düsseldorf“. Der hier vom 1. bis 31. Oktober 1949 öffentlich ausgestellte Neuordnungsplan, durch den die Stadtplanung unter Leitung von Friedrich Tamms den Wiederaufbau und die autogerechte Stadtplanung der Landeshauptstadt festlegen wollte, mobilisierte die Gründung des Düsseldorfer Architektenrings und löste den Düsseldorfer Architektenstreit aus. Heute bildet der Ehrenhof (Düsseldorf) mit seinen verschiedenen Gebäuden und den darin ansässigen Institutionen ein wichtiges kulturelles Zentrum der Stadt.

Die Anlage im Stadtbezirk Pempelfort erstreckt sich längs des Rheins am östlichen Ufer, dazwischen die Straße Joseph-Beuys-Ufer. Im Süden, im Rücken der Tonhalle, wird sie durch die Hofgartenrampe mit der Auffahrt zur Oberkasseler Brücke, im Norden durch die Brüderstraße begrenzt. Der Südteil schließt, von einer niedrigen Mauer abgegrenzt, bis zur Inselstraße an den Hofgarten mit dem Betriebshof des Garten- und Forstamts an. In west-östlicher Richtung, zwischen dem NRW-Forum und dem Museum Kunstpalast, teilt die Inselstraße das Ensemble. Zwischen der Tonhalle und dem NRW-Forum verläuft die Oederallee. Bei seiner Entstehung war der Ehrenhof Teil einer Ausstellungsfläche, die sich von hier aus in zwei Kilometern Länge längs des Rheins bis zum Yachthafen an der heutigen Theodor-Heuss-Brücke erstreckte. Weitere, noch heute erhaltene Bauten der GeSoLei sind insbesondere die Rheinterrasse sowie die Treppenanlagen, Rampen und Hochwasserschutzmauern des Rheinparks Golzheim.

Entsprechend dem erzieherischen Anspruch der Gesolei sollten die Bauten durchaus auch einen geschmacksbildenden Einfluss ausüben. Außerdem handelte es sich um die erste Selbstdarstellung der Stadt Düsseldorf nach Ende der französischen Besetzung… mehr auf Wikipedia.

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