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Foto © Alice Wiegand, under CC-BY-SA 3.0, file: Tonhalle Düsseldorf, Deutschland.

Sehenswürdigkeit Category: Wahrzeichen

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Die Tonhalle Düsseldorf (auch Neue Tonhalle zur Unterscheidung von der kriegszerstörten Alten Tonhalle an der Tonhallenstraße / Ecke Schadowstraße), vormals Rheinhalle, ist ein Konzerthaus in Düsseldorf, Deutschland. Es befindet sich nördlich der Altstadt am Rheinufer und bildet dort den südlichen Abschluss des Kulturforums Ehrenhof. Ihr Foyer, das Grüne Gewölbe, gehört heute zu den schönsten Beispielen expressionistischer Baukunst.

Schon zur Industrie- und Gewerbeausstellung Düsseldorf 1902 war der Standort der südliche Abschluss eines Messe- und Ausstellungsgeländes. In dieser besonderen städtebaulichen Lage – an der Ostrampe der 1896 bis 1898 errichteten Oberkasseler Brücke – stand hier eine Rotunde für das Panoramagemälde Blüchers Rheinübergang bei Caub 1814, ein 1800 m² großes Rundbild (15 × 120 m), das die Düsseldorfer Maler Hugo Ungewitter, Gustav Wendling und sein Assistent Max Clarenbach für die Industrie-, Gewerbe- und Kunstausstellung geschaffen hatten.

Das heutige Gebäude entstand 1925/1926 als Mehrzweckhalle für die Ausstellung GeSoLei unter dem Namen Rheinhalle und war ursprünglich so konzipiert, dass es als Planetarium genutzt werden konnte. Auf die Nutzung als Planetarium deuten noch heute der vergoldete Stern an der Kuppelspitze sowie die Skulpturenpaare an der Freitreppe zum Ehrenhof hin, die die Planeten Mars und Jupiter sowie Venus und Saturn symbolisieren, ebenso die von Johannes Knubel geschaffene Statue der Pallas Athene, als Beschirmerin der Wissenschaft und der Kunst, an der Auffahrt zur Oberkasseler Brücke. Im großen Rundsaal des Inneren der Rotunde, dem äußeren Rundgang des Foyers, hängen heute neun der 1926 elf erstellten Zwickelbilder, ausgehend vom Haupteingang im Uhrzeigersinn: Jankel Adler, Bernhard Gobiet, Arthur Kaufmann, Adolf Uzarski, Heinz May, Carl Cürten, Fritz Burmann, Josef Bell (1891–1935) und Werner Heuser.

Erbaut wurde die Mehrzweckhalle durch den Architekten Wilhelm Kreis, der sich bei dieser Monumentalarchitektur an dem ursprünglichen Hadrianeum in Rom und an dem Projet d’Opéra von Étienne-Louis Boullée orientiert haben könnte. Die durch Strebepfeiler und vorstehende Ziegellagen plastisch gestaltete Backsteinfassade des Rundbaus, der sich auf einem breiten, auf einem Terrassendach begehbaren Sockelgeschoss erhebt, zeigt am oberen Abschluss ein einzigartiges expressionistisches Schuppenornament, das dazu beiträgt, dem ernst und wuchtig wirkenden Bau eine künstlerisch und handwerklich veredelte Gesamterscheinung zu geben.

Nach der teilweisen Zerstörung der Rheinhalle im Zweiten Weltkrieg wurde sie bei der Instandsetzung erneut zu einem Mehrzwecksaal ausgebaut. Von 1976 bis 1978 wurde unter der in ursprünglicher Form rekonstruierten Kuppel durch das Architekturbüro HPP ein beinahe halbkugelförmiger Konzertsaal eingebaut, ein Ersatz für den im Krieg zerstörten Saal der alten Tonhalle. Das Veranstaltungsprogramm reicht von Klassik über Jazz, Chanson und Soul bis zum Kabarett… mehr auf Wikipedia.

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