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Foto © Frank Vincentz, under CC-BY-SA 3.0, file: Ruhrkämpferehrenmal (zwischen Haus Horst und Ruhr) in Essen-Horst

Sehenswürdigkeit Category: Denkmäler

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Das Ruhrkämpferehrenmal in Essen, Deutschland, ist ein von den Nationalsozialisten errichtetes Denkmal im Stadtteil Horst. Es liegt in einem Waldstück unmittelbar über dem Nordufer der Ruhr in ca. 75 Meter Höhe, etwa 100 Meter südöstlich von Haus Horst.

Das Denkmal wurde auf maßgebliche Initiative des pensionierten Generalleutnants Oskar von Watter von April bis November 1934 nach Entwürfen des Essener Architekten Paul Dietzsch (1875-1943) erbaut, eines ehemaligen Führers der Essener Einwohnerwehren. Die Einweihung fand am 4. November 1934 mit einem nationalsozialistischen Massenaufmarsch mit Hakenkreuzflaggen und weiteren Inszenierungen statt. Watter war bei der Einweihung des Denkmals zugegen, und die Straße, die damals direkt auf das Ehrenmal zuführte, wurde General-von-Watter-Straße genannt.

Die Anlage besteht aus 24 kreisförmig angeordneten, aus Ruhrsandstein gemauerten, etwa drei Meter hohen rechteckigen Pfeilern oder Stelen („Monolithen“), die oben durch steinerne Stürze miteinander verbunden sind. Die Anlage hat einen Durchmesser von etwa 20 Metern und ist dem steinzeitlichen Monument von Stonehenge nachempfunden. In der Mitte des Kreises waren rings um einen runden, monumentalsäulenartigen Mauersockel Bronzetafeln mit den Namen der „gefallenen Helden unseres Ruhrkampfes“ (so die Essener Parteizeitung der NSDAP) angebracht, die nach dem Zweiten Weltkrieg entfernt wurden und sich heute im Essener Stadtarchiv befinden.

Nach 1945 wurden die Tafeln mit den Namen der Toten abgenommen und die als „Nazidenkmal“ verrufene Anlage geriet weitgehend in Vergessenheit. General Watter war 1939 kurz vor Kriegsausbruch gestorben.

1985 gab es Forderungen der DKP, das Denkmal abzureißen. Die Bezirksvertretung widmete das Ehrenmal daraufhin in ein „Mahnmal“ um. Der Text für eine Gedenktafel wurde 1988 vom Rat verabschiedet und die Tafel im folgenden Jahr am Mahnmal aufgestellt. Sie wurde 2011 durch Vandalismus demoliert und entwendet. Anfang November 2015 wurde durch das Steeler Archiv eine neu formulierte und mit historischen Bildern versehene Erläuterungstafel aufgestellt.

Die Anlage gilt heute als Gedenkstätte für die Opfer aller Seiten und soll als Mahnmal an die Auseinandersetzungen um die Gründung der ersten Republik in Deutschland erinnern… mehr auf Wikipedia.

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