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Foto © Pressemappe, under CC-BY-SA 3.0, file: Gräber am Friedhof der Namenlosen in Wien, Alberner Hafen.

Sehenswürdigkeit Category: Denkmäler

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Der Friedhof der Namenlosen ist ein Friedhof der Heimatlosen im 11. Wiener Gemeindebezirk Simmering. Er befindet sich im Bezirksteil Albern in der Nähe des Alberner Hafens. Genau genommen handelt es sich um zwei Friedhöfe, von denen aber heute nur mehr einer als solcher zu erkennen ist.

1840 fand hier die erste Beisetzung einer unbekannten Wasserleiche aus der Donau statt. Ein Wasserstrudel trieb früher an dieser Stelle (Stromkilometer 1918,3) immer wieder neben Treibgut auch die Körper von Ertrunkenen, oft bis zur Unkenntlichkeit zersetzt, an Land. Die Identifizierung war meist nicht möglich. Ein reguläres Begräbnis blieb diesen Leichen verwehrt (nicht zuletzt weil es sich vielfach um Menschen handelte, die in der Donau ihrem Leben selbst ein Ende setzten), sie wurden in Meterabständen sang- und klanglos eingegraben. So entstand der erste Friedhof, der immer wieder überschwemmt wurde. Der Friedhof war in jenen Tagen durch ein (mit „Ruhestätte“ überschriebenes) Holztor zu betreten, ebenfalls in Holz ausgeführt war das den Leichnamen vorbehaltene Aufnahmehäuschen mit einem für den Anlassfall bereitstehenden Sarg. Eingangstor und Totenkammer, beide im Frühjahr 1893 durch einen Eisstoß stark beschädigt, wurden noch im selben Jahr renoviert; als in gutem Zustand befunden wurde der lebendige Zaun an den Grenzen des Friedhofs, bis dahin für 200 Opfer des Donaustroms letzte Ruhestätte. Bereits 1895 mussten Tor und Umzäunung hochwasserbedingt erneut ausgebessert werden.

Im Zuge von Erweiterungen des Hafengebietes und des Hochwasserschutzes wurde dieser Teil des Friedhofes im Winter 2012/2013 gerodet und planiert. Die Wiener Stadtarchäologie hat im Rahmen der Arbeiten etwaige Überreste einstiger Beerdigter geborgen. Auch das Gedenkkreuz, das einst die Stelle des alten Friedhofes markierte, wurde entfernt und soll an einer neuen Stelle an den alten Friedhof erinnern… mehr auf Wikipedia.

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