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Photo © Willys Fotowerkstatt, under CC-BY 3.0, file: Reformierte Kirche Scherzligen, Thun, vom Schiff aus aufgenommen im Kanal zum See.

Attraktion Kategorie: Wahrzeichen

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  • Die Kirche Scherzligen ist ein seit den Karolingern urkundlich nachgewiesenes Sakralgebäude und alter Wallfahrtsort mit Marienpatrozinium in Strättligen (seit 1920 zu Stadt Thun gehörend), Kanton Bern, Schweiz.

    Die Kirche liegt am Ufer der Aare unmittelbar bei deren Ausfluss aus dem Thunersee. Südlich anschliessend an das Kirchenareal liegt das Areal des Schlosses Schadau sowie südwestlich das Thun-Panorama. Die Kirche Scherzligen ist nicht nach dem geografischen Osten ausgerichtet, sondern exakt nach dem Ort des Sonnenaufgangs am 21. Juni, dem längsten Tag des Jahres.

    An der Stelle der heutigen Kirche dürfte schon in der Antike eine Kultstätte bestanden haben. Dies nimmt man aufgrund von Münzfunden an (As des Trajan von 103 und Sesterze des Trajan von 114 n. Chr.; Münze des Magnus Maximus von 383/88 n. Chr.) Aus der Spätantike stammt ein im 5./6. Jahrhundert entstandenes Doppelgrab-Mausoleum mit Memoria, über dem die erste Kirche errichtet worden ist.

    Scherzligen ist einer der frühesten, urkundlich erwähnten Orte im Kanton Bern. 761/762 schenkte Bischof Eddo von Straßburg die Kirche Scherzligen (Scartilinga seu Biberussa) dem Kloster Ettenheim im heutigen Baden-Württemberg. Ob es sich dabei um eine zweite Kirche gehandelt hat, ist unklar.

    Im 9. Jahrhundert entstand der heute noch bestehende Turm (untere zwei Drittel). 933 soll Rudolf II. von Burgund (+937) zwölf Kirchen rund um den Thunersee erbaut haben, darunter Schertzlingen (nach der Strättliger Chronik des Elogius Kiburger von 1456). Dabei könnte es sich um das heutige Kirchenschiff mit romanischer Apsis handeln, das aus dem 10.-12. Jahrhundert stammt.

    Nach 1100 wurden die Laien von den Klerikern getrennt. Es entstand eine Chorschranke von 80 cm Höhe, welche nach 1215 auf 155 cm aufgestockt wurde. 1272 ging die Kirche Scherzelingen an das Kloster Interlaken… mehr auf Wikipedia.

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